Ostseeküste

Die Ausstellung Ostseeküste beeindruckt mit großformatigen Fotos der landschaftlich interessantesten Punkte an der Ostseeküste.

Fossilien sammeln statt suchen lautet das Motto für Interessierte, wenn sie auf Gotland, der zweitgrößten Ostseeinsel, auf Schatzsuche gehen. Die dortigen, 410 - 440 Millionen Jahre alten Schichten des Silurs sind besonders fossilreich und stammen aus ehemaligen Korallenriffen. Laufe der Jahrzehnte reisten auch die Wissenschaftler des Deutschen Meeresmuseums immer wieder nach Gotland. Ein Ergebnis dieser Forschungs- und Sammlungsfahrten ist eine Vitrine in der Ausstellung „Ostseeküste - Landschaften und Naturschutzgebiete rings um das Mare Balticum“  im NATUREUM. Sie zeigt den für Gotland typischen Kalkstein-Geröllstrand.

In der Ausstellung „Ostseeküsten“ befindet sich ein besonderes Original: eine Kalksteinplatte mit ungewöhnlich großen Fossilien, Kopffüßern – Orthocerenkalk oder „Ölandstein“ aus Schweden. Im Steinbruch von Sandvig auf Öland fand man davon im Frühjahr 2003 echte Museumsstücke. Das Exemplar, was für das Museum bestimmt war, musste bis zum NATUREUM, die Treppe hinauf und in den Ausstellungsraum im 1. Obergeschoss des Hauptgebäudes transportiert werden. Die schwere Platte aus dem recht brüchigen Kalkstein wurde mit viel Vorsicht und Feingefühl längs aufgespalten und konnte nur so an den vorgesehenen Standort gebracht werden.

Insbesondere nach schweren auflandigen Stürmen und Hochwasser beginnen die sogenannten „Bernsteinfischer“ ihre Suche. Dann werden die dichten, wirren Seegrasreste sowohl in der Brandungszone abgefischt als auch am Wassersaum eingesammelt. Üblicherweise lässt sich so allenfalls eine Handvoll Bernstein finden. In solchen Fällen erweisen sich die Strände entlang der vorpommerschen Ostseeküste als wahre Fundgruben für kleine fossile Schätze. Die gelb-braunen fossilen Harzklumpen werden - fachmännisch bearbeitet – zu wunderschönen Schmuckstücken.